Corona hat zu massiven Lieferengpässen in vielen Branchen geführt. Der Krieg in der Ukraine lässt die Energiepreise in ungeahnte Höhen klettern und allerorts fehlen Fachkräfte. „Und dann soll ich mich auch noch mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen?“, fragte mich neulich ein Geschäftsführer. Ja, sage ich. Gerade jetzt macht der Einstieg ins Nachhaltigkeitsmanagement Sinn. Hier sind 5 gute Gründe:

  1. Der Umstieg auf erneuerbare Energien macht euch unabhängiger und rechnet sich
    Der Ukraine-Krieg hat uns in Deutschland schmerzhaft vor Augen geführt, wie sehr wir vom russischen Gas und russischen Öl abhängig sind. Das ist nur moralisch gerade ein echtes Dilemma, sondern es kostet gerade richtig viel Geld. Sollte sich Deutschland wirklich unabhängig vom russischer Energie machen, stehen weitere Preiserhöhungen im Raum – wenn die Versorgungssicherheit überhaupt gewährleistet ist. Deswegen ist es jetzt richtig und vernünftig, in Alternativen zu investieren, zum Beispiel in Strom aus Photovoltaik oder Windkraft bzw. Strom und Wärme aus Biogas. Die Fördermöglichkeiten sind groß. Lasst euch doch einfach mal von einem Energieberater Vorschläge machen. Auch deren Besuch wird vom Bund gefördert. Energieintensive Betriebe könnten in naher Zukunft in eine Brennstoffzelle für Wasserstoff investieren. Es gibt etliche Fördergelder. Und in naher Zukunft wird es mit Sicherheit weitere Unterstützung geben. Ganz nebenbei macht sich euer Unternehmen nicht nur unabhängiger sondern tut auch etwas fürs Klima.
  2. Die Diversifizierung und Überprüfung der Lieferkette hilft gegen Engpässe
    Wer sich von einem oder einigen wenigen Lieferanten irgendwo auf der Welt abhängig macht, der schaut derzeit möglicherweise in die Röhre und kann trotz endlich wieder anziehender Auftragslage nicht produzieren. Daher ist es wichtig, seine Lieferkette divers und breit aufzustellen. Das Nachhaltigkeitsmanagement hilft dabei, ebenso wie bei der Einhaltung des Lieferkettengesetzes (siehe Punkt 4).
  3. Nachhaltige Unternehmen bekommen mehr Bewerbungen von Fachkräften
    Nachhaltig aufgestellte Unternehmen sind einfach beliebt. BewerberInnen wissen, dass die Firma nicht nur ordentlich bezahlt sondern auch sonst einiges für die MitarbeiterInnen tut: Gleitende Arbeitszeiten, Homeoffice, Gesundheitsmanagement, Obst und Wasser am Arbeitsplatz, Sportangebote: Die Liste nachhaltiger Maßnahmen für MitarbeiterInnen ließe sich weiter fortsetzen. Zufriedene Mitarbeiter sind zudem deutlich seltener krank, bleiben dem Unternehmen länger erhalten und sind letztendlich auch produktiver.
  4. Nachhaltigkeitsmanagement schützt dich vor den falschen Kunden
    Das EU-Lieferkettengesetz ist unmissverständlich. Es sorgt dafür, dass man keine Geschäfte mit Unternehmen machen darf, die die Menschenrechte nicht achten oder beispielsweise Krieg unterstützen. Viele Unternehmen haben sich schon jetzt freiwillig aus Russland zurückgezogen, weil sie Putins Regime selbst indirekt nicht Unterstützen wollen. Außerdem bringt das schlechte Presse. Siehe Punkt 5.
  5. Echte Nachhaltigkeit lässt sich für das Marketing nutzen
    Wer sich nachhaltig aufstellt, macht sich beliebt bei Kunden. Das ist gut fürs Marketing. Aber Achtung: Verkauft keine Selbstverständlichkeiten als große Nachhaltigkeit und lenkt damit auch nicht von anderen wenig nachhaltigen Geschäftszweigen ab. Greenwashing fällt einem immer irgendwann vor die Füße.


Stefan Freiwald

Stefan Freiwald ist Inhaber von Freiwald Kommunikation - Büro für Journalismus, PR und Marketing in Vechta. In diesem Blog berichtet er aus seiner Erfahrung als Agenturchef und Journalist.

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