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Medientraining: Immer schön natürlich bleiben

Interview-Situationen sind dem ungeübten Befragten meist unangenehm. Ein Medientraining hilft gegen die Unsicherheit. Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de

Interview-Situationen sind dem ungeübten Befragten meist unangenehm. Ein Medientraining hilft gegen die Unsicherheit. Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de

Neulich erst durften wir bisher  völlig medienunerfahrene Menschen auf den Ansturm von Kameras und Mikrofonen vorbereiten. Unser wichtigster und zugleich am schwersten umsetzbarer Tipp: Bleiben Sie natürlich!

Der Umgang mit Medien ist wahrlich nicht leicht. So mancher hat sich durch eine unbedachte Äußerung oder Geste auf einen Schlag unbeliebt gemacht. Das Foto mit dem damaligen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und dem Victory-Zeichen etwa hat dem Ansehen der Bank und ihres Vorstandsvorsitzenden mächtig geschadet. Und sowas passiert jemandem, der tagtäglich mit Kameras zu tun hat.

Interview-Situationen vor der Kamera sind besonders ungeübten Menschen ein Graus. Sie fühlen sich beobachtet, geraten ins Stottern und wiederholen sich ständig. Mit einem Medientraining lässt sich vorbeugen und die Unsicherheit verhindern. Wobei es nicht darum gehen kann, aus einem völlig ungeübten Menschen, der nie frei reden musste, einen geschliffenen Redner zu machen. Wenn ein Bauarbeiter plötzlich wie ein Vorstandsvorsitzender spricht, würde ihm das Gesagte sowieso niemand abkaufen.

Das Geheimnis liegt in der Natürlichkeit. Je natürlicher ein Mensch im Radio oder Fernsehen wirkt, umso glaubwürdiger und sympathischer erscheint er. Also, geht es uns bei einem Medientraining zunächst darum, den Menschen die Angst zu nehmen vor der „bösen“ Kamera. Nur wer das verinnerlicht, kann auch alle weiteren Regeln im Umgang mit Medien vernünftig umsetzen.

Beispiele für weitere goldene Regeln:

  • Lügen Sie nicht! Das kann man ihnen erstens ansehen, zweitens anhören – und drittens kommt es irgendwann sowieso heraus. Denken Sie doch mal an das „Ehrenwort“ des damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel.
  • Reden Sie nicht zu schnell! Lieber langsam und durchdacht als hektisch und unstrukturiert.
  • Vermeiden Sie Floskeln! „Lassen Sie mich zunächst…“, „Diese Frage ist nicht ganz von der Hand zu weisen.“, etc.
  • Vermeiden Sie Übersprungshandlungen! Nicht am Kopf kratzen, am Ohr zupfen, die Hände kneten oder mit den Füßen tippen. Das verrät Unsicherheit.
  • Vermeiden Sie gestelzte Formulierungen! Da wären wir wieder beim Thema Natürlichlichkeit.
  • Ein Gedanke pro Satz! Verzetteln Sie sich nicht mit endlosen Aufzählungen, Einschüben etc.
  • Vermeiden Sie Ironie! Sie wird nicht von jedem verstanden, schon gar nicht, wenn dazu keine Gesichtsausdrücke erkennbar sind wie zum Beispiel in einem Radio-Interview.

Die Liste lässt sich weiter fortsetzen.

 

 

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Über Stefan Freiwald

Stefan Freiwald ist Inhaber von Freiwald Kommunikation - Büro für Journalismus, PR und Marketing in Vechta. In diesem Blog berichtet er aus seiner Erfahrung als Agenturchef und Journalist.

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