Auch wenn es unangenehm sein kann: Nachfassen gehört für PR-Leute zum alltäglichen Geschäft. Foto: Christian Seidel/Pixelio

Auch wenn es unangenehm sein kann: Nachfassen gehört für PR-Leute zum alltäglichen Geschäft. Foto: Christian Seidel/Pixelio.de

Eine gute PR-Aktion wird durch Nachfassen noch besser. Nur wer seinen Pressemitteilungen noch einmal hinterhertelefoniert, kann sichergehen, dass sie auch wirklich angekommen sind. Bei der Gelegenheit lassen sich auch Zweifler überzeugen.

Ich selbst habe mich in meiner Zeit als Tageszeitungsredakteur immer über solche Anrufe aus PR-Agenturen geärgert. Nichts als Zeitdiebe, die da anrufen, habe ich gedacht. Und dennoch: Wenn mir eine interessante Meldung durchgegangen war, dann war ich für den nervenden Anruf am Ende dankbar.

Jetzt sitze ich am anderen Ende der Leitung und höre mir von Redakteuren Argumente an wie: „Wenn es uns interessieren würde, hätten wir uns schon gemeldet.“ Nach dem Motto: Eine schlechte Geschichte wird auch durch Nachfassen nicht besser.

Das ist zweifelsfrei richtig. Gutes PR-Material spricht für sich und wird auch ohne Nachfassen gedruckt. Aber wie oft passiert es, dass eine Mail nicht richtig ankommt, weil der zuständige Redakteur im Urlaub ist? Wie oft kommt es vor, dass der Verteiler nicht mehr hundertprozentig stimmte und man eine falsche Mailadresse angeschrieben hat? Und wie oft hat ein Redakteur bei der Flut der täglichen Post den Pressetext nur überflogen und den Wert nicht auf Anhieb erfasst?

Da können wir noch viel aus der Schwesterdisziplin Marketing lernen. Ein Mailing an Firmen zum Beispiel verbindet man ganz selbstverständlich mit einer Nachfassaktion. Und zwar telefonisch. Denn, eine Mail kann man schnell löschen. Am Telefon einfach auflegen trauen sich nur ganz wenige.

Fazit: Redakteuren hinterher zu telefonieren ist wahrlich keine tolle Aufgabe und manchmal auch unanagenehm, aber sie ist notwendig.Dabei gilt: Freundlich aber hartnäckig bleiben.

Je besser eine Presseaussendung gemacht ist, umso weniger ist das Nachfassen nötig. Es liegt also in unserem Interesse, so wenig wie möglich nachfassen zu müssen.


Stefan Freiwald

Stefan Freiwald ist Inhaber von Freiwald Kommunikation - Büro für Journalismus, PR und Marketing in Vechta. In diesem Blog berichtet er aus seiner Erfahrung als Agenturchef und Journalist.

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