Ein Newsletter ist ein tolles Instrument zur Kundenbindung. Allerdings nur, wenn er gut gemacht ist. Foto: Thorben Wengert/Pixelio

Ein Newsletter ist ein tolles Instrument zur Kundenbindung. Allerdings nur, wenn er gut gemacht ist. Foto: Thorben Wengert/Pixelio

Die Frage, ob sich Newsletter lohnen, beantworte ich mit einem klaren Jein. Natürlich sind sie  ein spannendes Instrument zur Kundenbindung. Allerdings: Wer lieber schnell und unmittelbar seine Kunden informieren möchte, greift zu Social-Media-Kanälen, zum Beispiel Facebook, Twitter oder Google+. Gleichwohl sind Newsletter bei unseren Firmenkunden sehr attraktiv. Allerdings sollte man dabei Einiges beachten.

 

 

  1.  Inhalt: Der Newsletter sollte für die Adressaten relevanten Inhalt liefern. Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. So werden zum Beispiel Firmeninterna vom Management oft überbewertet. So ist es zum Beispiel für Kunden selten relevant, wenn ein Abteilungsleiter ohne persönlichen Kontakt nach draußen in den Ruhestand versetzt wird. Stattdessen sind nutzwertige Themen gefragt: Wie kann ich ein bestimmtes Produkt besser nutzen? Fallstudien von Produktanwendungen können interessant sein. Ebenso sind erklärende Artikel gut. Wie wäre es mit der Rubrik: Top-Manager beantworten Kundenfragen? Alles, nur nicht langweilig darf ihr Newsletter sein, damit er nicht sofort im virtuellen Papierkorb landet. Verzichten Sie auch auf allzu werbliche Ansprache. Auf Reklame reagieren viele Leser allergisch.
  2. Betreffzeile: „Newsletter 2/2012“ wäre sicherlich keine spannende Zeile.  Oder würde Sie das zum Lesen anregen? Nehmen Sie lieber die wichtigste und interessanteste Neuigkeit aus dem Newsletter in die Betreffzeile. Am besten etwas, was neugierig macht. Zum Beispiel: „Die wichtigsten Regeln für Online-Newsletter“.
  3. Form: Achten Sie darauf, dass ihr Newsletter auch als HTML-Version verfügbar ist, denn viele Nutzer haben ihr Mailprogramm darauf eingestellt, keine Bilder und gestalteten Texte anzuzeigen. Werden dann nur Hyroglyphen dargestellt, wandert der Newsletter ebenfalls sofort im Müll. Verzichten Sie dennoch nicht auf Bilder, sondern beschriften Sie diese, so erscheint zumindest statt eine Platzhalters auch ein Text in der HTML-Fassung.
  4. Adressen: Besorgen Sie sich ihre Adressen über ihre Kundenkartei. Ködern mit Gewinnspielen ist zwar erlaubt, führt aber nicht unbedingt zu Ihren potenziellen Kunden. Auf keinen Fall sollten Sie Adressen kaufen oder verkaufen! Sie sind doch vertrauenswürdig. Und was wollen Sie mit einem Newsleter-Empfänger, der Ihre Mails als reine Belästigung ansieht? Beim ersten Verschicken sollten Sie auf jeden Fall den Kunden bitten, seine Mailadresse zu bestätigen (Double-Opt-In). Nur dann können Sie sicher gehen, dass er Ihre Neuigkeiten wirklich will. Außerdem müssen Sie in jedem Newsletter die Möglichkeit der Abbesstellung per Link bieten.
  5. Häufigkeit: Ein guter Newsletter erscheint regelmäßig. Und damit meine ich mindestens alle zwei Monate, am besten noch monatlich. Nur dann wird der Newsletter überhaupt wahrgenommen.

Ob ein Newsletter jetzt nur Teaser enthält und mit einer Landingpage verknüpft oder der Inhalt ausschließlich in der Mail steht, ist zweitrangig. Auf den Inhalt kommt es an!


Stefan Freiwald

Stefan Freiwald ist Inhaber von Freiwald Kommunikation - Büro für Journalismus, PR und Marketing in Vechta. In diesem Blog berichtet er aus seiner Erfahrung als Agenturchef und Journalist.

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