BCC: In dieses Feld gehörden die Adressen bei einer Presse-Ausssendung. So sehen die Adressaten als Empfänger nur ihre eigene Adresse. Foto: Freiwald

BCC: In dieses Feld gehörden die Adressen bei einer Presse-Ausssendung. So sehen die Adressaten als Empfänger nur ihre eigene Adresse. Foto: Freiwald

Es ist mir schon fast peinlich, über dieses Thema zu bloggen, ich tue es aber aus gegebenem Anlass trotzdem: Presseverteiler gehören nicht an die Öffentlichkeit. Immer wieder bekomme ich Pressemitteilungen vorwiegend von Kommunen, in denen ich als ein Absender von ganz vielen stehe. Grund: Die Mail wurde nicht als Blindcopy (BCC) versandt.Man muss den Medien nicht beweisen, wie toll man ist, dass man seine Mitteilung an mehrere Redaktionen schicken kann!

Möchte ich jetzt auch eine Pressemitteilung an die gleichen Adressaten schicken, müsste ich mir nur die Adressen in der Mail kopieren. Ich bekomme sie auf dem Silbertablett serviert. Dabei ist der Aufbau eines guten Verteilers mit viel Aufwand verbunden und sollte nicht so ohne weiteres verschenkt werden. Kommunen indes kann das egal sein, aber für Agenturen wie unsere wird es schwer zu argumentieren, warum wir für einen ordentlichen Verteiler-Aufbau Zeit und damit Geld benötigen.

[box style=“rounded“ border=“full“]BCC steht für Blind Carbon Copy. Die Empfänger wissen dabei nicht, wer noch alles diese E-Mail bekommen hat. Der Begriff Carbon Copy stammt aus der Zeit, als Durchschläge noch mit Kohlepapier angefertigt wurden. [/box]

Wobei es mit den Mail-Adresssen meistens nicht getan ist. Ohne das systematische Nachhaken in den Redaktionen kommt man oft sowieso nicht weiter. Und das funktioniert am besten über das Telefon und noch besser, wenn man den Redakteur persönlich kennt.

Individuelle Verteiler anlegen

Ein weiteres Phänomen: Egal ob eine Atombombe auf die Stadt gefallen ist oder das Rathaus wegen eines Betriebsausflugs am Montag geschlossen bleibt: Alles landet in einem Verteiler. Die dpa, RTL und die Bildzeitung mögen sich für erstere Nachricht sicher brennend interessieren, für letztere haben sie nicht mal ein müdes Lächeln übrig. Womöglich erreicht aber die Meldung von der Atombombe die Journalisten schon gar nicht mehr, weil die ungelesenen Meldungen der Kommune längst im Spam-Ordner gelandet sind.

In den Redaktionen landen täglich tausende E-Mails mit Pressemitteilungen. Die Redakteure haben es schwer genug damit, dieser Flut Herr zu werden. Deshalb bleibt man manchmal auch in guter Erinnerung, wenn man mal nichts schickt. In jedem Fall sollte man unterschiedliche Verteiler anlegen, die je nach Relevanz einer Nachricht eingesetzt werden können.

Kategorien: Public Relations

Stefan Freiwald

Stefan Freiwald ist Inhaber von Freiwald Kommunikation - Büro für Journalismus, PR und Marketing in Vechta. In diesem Blog berichtet er aus seiner Erfahrung als Agenturchef und Journalist.

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